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Die neue Alfa Romeo Giulia

Endlich: Nach langen Ankündigungen kommt die neue Alfa Giulia tatsächlich auf die Straße. Bestellbar ist sie schon. (Werksfoto)

Die neue Alfa Romeo Giulia ist Ausdruck der perfekten Balance aus Tradition, Geschwindigkeit und Ele­ganz, die jedes Fahrzeugmodell der Marke charakterisiert. Mit unfehlbarem Gespür für Proportionen, stilistischer Geradlinigkeit und hochwertigen Oberflächen steht die neue Alfa Romeo Giulia in der Tradi­tion italienischen Designs.

  • Neuer Wettbewerber für 3er BMW und Co. – Alfa Romeo Giulia kommt grundsätzlich mit Hinterradantrieb.
  • Topversion Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio mit 510 PS.
  • Die neue Alfa Romeo Giulia – bereits seit 10. Mai bestellbar.

Die Proportionen der neuen Alfa Romeo Giulia spiegeln das technische Layout wider. Kernelemente sind die Gewichtsverteilung von 50:50 und der Hinterradantrieb. Um das Gewicht optimal im Fahrzeug zu verteilen, sind Motor und wichtigste mechanische Komponenten zwischen den Achsen platziert. Resultat sind kurze Karosserieüberhänge vorne und hinten, lange Motorhaube und vordere Kotflügel, ein nach hinten verlagertes Passagierabteil sowie ausgeprägte hintere Kotflügel, die den Hinterradantrieb verdeut­lichen. Dieses Layout führt zum längsten Radstand im Segment, kombiniert mit vergleichsweise kom­pakten Abmessungen.

Standpunkt: Endlich, jetzt ist sie da, die Giulia! Alfa Romeo hat die neue Giulia – den Hoffnungsträger der arg geschrumpften Marke – den ersten Medien für Fahrberichte zur Verfügung gestellt. Branchen-Primus auto motor und sport titelt vollmundig: „Alfa ist zurück!“ Der Text beschreibt den ersten Kontakt mit der Top-Giulia, dem 510 PS starken Quadrifoglio. Bei so viel Dampf wie in einem M3 oder C-Klasse AMG ist die Begeisterung fast selbstverständlich. Sein Fazit beschließt der Tester sogar mit den Worten: „Danke, Herr Wester“ – gemeint ist der deutsche Alfa- und Maserati-Chef Harald Wester, der den Italo-Marken mit so viel Power und Präzision wieder Leben einhaucht.

Die auflagenstärkere Auto Bild versucht es diesmal sachlicher und vergleicht eine 180 PS starke Giulia 2.2JTDm mit einem 3er BMW. „Die neue Giulia ist eine Fahrmaschine“ lautet das positive Fazit. Der Tester schreibt der Giulia sogar „mehr alte BMW-Werte als dem reifen 3er“ zu. Auch das Top-Modell wurde von Auto Bild ausprobiert. „Der M3-Jäger mit Super-Grip“ lautet die Headline und erklärt so, dass die Giulia 2.9 V6 Bi-Turbo ihre Leistung dank Allradantrieb besser auf den Asphalt überträgt als ein rein per Hinterradantrieb motorisierter Sportler.

Nach dem Erscheinen der Printausgabe 11/2016 mit der Giulia Quadrifoglio schiebt auto motor und sport auf seiner Website am 15.05.2016 auch noch Fahreindrücke der 180 PS starken Diesel-Variante nach. Die wichtigste Aussage: „… das Qualitätsniveau liegt etwa zwischen 3er BMW und Audi A4“. Genau darüber hatten wir uns bei motorMAQ schon Sorgen gemacht, speziell nach dem Inspizieren der ersten Ausstellungs-Fahrzeuge auf den internationalen Messen. Denn: Bei aller Emotion, Begeisterung und Alfa-Feeling: für einen erfolgreichen Neustart MUSS die Qualität stimmen und der Preis. Zu Letzterem schreibt ams: „Die Preise liegen leicht unter denen vergleichbarer Audi- und BMW-Modelle, allerdings gibt Alfa der Giulia eine bessere Ausstattung mit.“

In Ausgabe 12/2016 hat auch die Kölner Auto Zeitung der Giulia Raum und Aufmerksamkeit gewidmet. Allerdings beschreibt der dreiseitige Fahrbericht fast ausschließlich die 510 PS starke Quadrifoglio Version. Natürlich zieht der Tester – Hobby-Rennfahrer, freier Mitarbeiter und ausgesprochener Nordschleifen-Kenner – ein positives Fazit: „Alfa scheint wieder auf der Höhe der Zeit.“ Der Text beschreibt die „wundersame Wiedergeburt“ von Alfa und die Gegnerschaft mit BMW, was ebenfalls einem Kompliment gleichkommt. Aussagen über die schwächeren Volumen-Motorisierungen (136 PS, 150 PS, 180 PS), die sicher mehr Alfa-Fans interessieren, finden sich in der Auto Zeitung leider nicht.

Bei insgesamt so viel positiver Resonanz dürfte mangelnde Nachfrage nicht das Problem der Alfa-Händler werden. Etwa ab Mitte Juni sollen die ersten Autos im Handel für Kunden-Probefahrten zur Verfügung stehen. Doch allein begeisterte Privat-Kunden werden nicht ausreichen, um die sportliche Giulia zum Erfolgs-Modell zu machen, immerhin sind rund 50 Prozent der Zulassungen in dieser Klasse gewerblich. Alfa muss den neuen Wagen auch in Fuhrparks platzieren, sprich, große Unternehmen müssen erst mal wieder die vermeintlich exotische Marke auf die Shoppinglist nehmen. In der Car-Policy (den Einkaufs-Regeln großer Firmenfuhrparks) muss Alfa Romeo zugelassen werden und auch nach Restwert- und weiteren Kosten-Kriterien überzeugen. Jaguar-Manager wissen nach ihren Erfahrungen mit dem Modell XE wie schwierig dieser Weg durch die Instanzen (Einkäufer) sein kann. Erst wenn die Giulia auch im Geschäftskunden-Bereich angekommen ist, kann man wirklich sagen: „Forza Alfa – buon Fortuna Giulia!“

Autor: Thomas Wüsten

Typisch Alfa: Harmonische Proportionen, stilistische Geradlinigkeit und der trapezförmige Kühlergrill. (Werksfoto)

Typisch Alfa Romeo: Harmonische Proportionen, stilistische Geradlinigkeit und der trapezförmige Kühlergrill. (Werksfoto)

Ein zweiter Aspekt des italienischen Stils ist die Geradlinigkeit der Formen, hinter der sich einer der komplexesten Prozesse im Automobilbau verbirgt – die Entwicklung des Designs. Tatsächlich zeigt auch die neue Alfa Romeo Giulia charakteristische Merkmale italienischen Designs: harmonische Proportionen und stilistische Geradlinigkeit. Hinzu kommen Elemente, die ihren Ursprung in der Historie der Marke haben. Markantestes Beispiel ist der trapezförmige Kühlergrill, die vielleicht berühmteste Designikone von Alfa Romeo. Aber auch eine Linie, die über die gesamte Flanke läuft und die Türgriffe einfasst, ist typisch für einen Alfa Romeo.

Auch das Innenraumdesign steht ganz im Zeichen von Fahrspaß. Die Armaturentafel ist auf den Fahrer ausgerichtet, der Mitteltunnel verläuft leicht diagonal. Das vergleichsweise kleine Lenkrad trägt die Ein­stellknöpfe für die elektronischen Fahrassistenzsysteme. Alle sicht- und greifbaren Oberflächen bestehen aus hochwertigen Materialen.

Leistungsstarke Motoren und Hightech-Materialien resultieren bei der neuen Alfa Romeo Giulia in einem hervorragenden Leistungsgewicht. So besteht beispielsweise die Kardanwelle aus Kohlefaser. Aus Aluminium werden der Motor, die Bremsen, die Radaufhängungen, Türen, Kotflügel und Motorhaube gefertigt. Trotz des extremen Leichtbaus weist die Karosserie eine sehr hohe Torsionssteifigkeit auf, sie erreicht einen Spitzenwert im Segment. Auf diese Weise werden bleibende Qualität, hoher Akustikkom­fort und ausgezeichnetes Fahrverhalten über die gesamte Lebensdauer des Fahrzeugs erreicht, selbst bei extremer Beanspruchung.

Keine LED Scheinwerfer: Nur Bremsleuchten, Tagfahrleuchten, Abbiegelicht und Blinker arbeiten mit stromsparenden LED-Lampen. (Werksfoto)

Bremsleuchten, Tagfahrleuchten, Abbiegelicht und Blinker arbeiten mit stromsparenden LED-Lampen. (Werksfoto)

Motoren von 136 bis 510 PS
Der Vierzylinder-Turbodiesel steht in Deutschland in drei Leistungsvarianten mit 136, 150 und 180 PS zur Wahl. Topmodell ist der Quadrifoglio mit Sechszylinder-Bi-Turbobenziner und von Ferrari inspirierter Technologie mit 510 PS. Die gewichtssparenden Maßnahmen führen darüber hinaus zu einem vergleichsweise geringen Leergewicht, bei der Alfa Romeo Giulia 2.2 Diesel (180 PS) sind es nur 1.374 Kilogramm. Beim Topmodell Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio ist der Leichtbau auf die Spitze getrieben. Hier bestehen auch Motorhaube, Dach, Frontsplitter sowie weitere Karosseriekomponenten aus Kohlefaser. Türen und Kotflügel sind aus Aluminium gefertigt. Die Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio kommt so auf ein Trockenge­wicht von 1.524 Kilogramm, was einem Leistungsgewicht von 2,99 Kilogramm pro PS entspricht. Ein noch niedrigeres Gewicht wird durch optional verfügbare Komponenten wie Bremsscheiben aus Kera­mik-Kohlefaser-Verbundstoff oder Schalensitze von Sparco mit Kohlefaser-Rahmen erreicht.

Elegant von vorne bis hinten: Auch in der Rückansicht macht die neue Giulia eine gute Figur. (Werksfoto)

Elegant von vorne bis hinten: Auch in der Rückansicht macht die neue Giulia eine gute Figur. (Werksfoto)

Viele Assistenzsysteme im Angebot
Es gehört zu den Grundsätzen der Ingenieurskultur bei Alfa Romeo, auch bei Konstruktion und Material­wahl im Bereich Fahrwerk nur auf das Beste zu setzen. Als Konsequenz werden elektronische Assis­tenzsysteme ausschließlich dazu eingesetzt, das dank optimal abgestimmter Mechanik ohnehin sehr gute Fahrverhalten weiter zu verfeinern. Dieser Strategie folgt auch die neue Alfa Romeo Giulia. Je nach Ausstattungsversion sind folgende Systeme serienmäßig oder optional an Bord: Elektronisch gesteuertes Hinterachsdifferenzial (AlfaTM Torque Vectoring), Integriertes Bremssystem (IBS), vordere Auffahrwarnung und Automatisches Notbremssystem mit Fußgänger, Aktiver Frontspoiler (AlfaTM Active Aero Splitter) der Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio, Fahrdynamikregelungen AlfaTM D.N.A. und AlfaTM D.N.A. Pro, Elektronische Chassis-Kontrolle (AlfaTM Chassis Domain Control), Exklusives Fahrwerk mit AlfaTM Link oder Entertainment- und Navigationssystem Connect 3D Nav mit 8,8-Zoll-Bildschirm. Auffahrwarnung (Forward Collision Warning) und Auto­matisches Notbremssystem mit Fußgänger-Erkennung (Autonomous Emergency Braking), überwachen beide den Bereich vor dem Fahrzeug und helfen, Kollisionen zu verhindern. Außerdem gibt es einen Spurhalte- und einen Totwinkel-Assistent.*

*Text oder Textteile aus offizieller Pressemitteilung

 

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