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Audi pilotiert auf US-Rennstrecke

Autoselbstfahrer: Der Audi RS 7 piloted driving concept fuhr ohne Fahrer bis ans physikalische Limit. (Werksfoto)

Das pilotierte Fahren bei Audi nähert sich im Renntempo der Serienreife. Auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt, dem kalifornischen Sonoma Raceway, hat die neueste Generation des Audi RS 7 piloted driving concept die bisherigen Topleistungen noch einmal übertroffen. Audi wird das pilotierte Fahren erstmals in der kommenden Generation des Audi A8 anbieten.

  • Audi treibt pilotiertes Fahren weiter voran.
  • Audi RS 7 piloted driving concept auf dem kalifornischen Sonoma Raceway.
  • Bessere Rundenzeiten als von Sportfahrern.

Das pilotierte Fahren bei Audi nähert sich im Renntempo der Serienreife. Auf einer der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt, dem kalifornischen Sonoma Raceway, hat die neueste Generation des Audi RS 7 piloted driving concept die bisherigen Topleistungen noch einmal übertroffen. Audi wird das pilotierte Fahren erstmals in der kommenden Generation des Audi A8 anbieten.

Standpunkt: Die vielen Assistenzsysteme in den aktuellen Fahrzeugen sind nur Etappen auf dem Weg zum autonomen Fahren. Da fragt sich manch einer, ob es auch „Freude am Gefahrenwerden“ geben kann. Eher nicht. Aber darum geht’s es auch nicht. Wer mit dem Auto viel unterwegs ist, stellt fest, dass das Autofahren riskanter wird. Immer öfter fährt noch mal eben einer über die Kreuzung, obwohl der Querverkehr schon grün hat. Wie oft hört man Warnungen vor Geisterfahrern? Auffahrunfälle wegen zu geringem Abstand sind alltäglicher Standard. Autonomes Fahren würde viele Risiken eliminieren. Denn ein autonomes Fahrzeug führe wie ein Fahrschüler. Immer einhundertprozentig korrekt. Wie langweilig, höre ich jetzt viele rufen. Stimmt. Aber wenn man jeden Tag 80 Kilometer zu Arbeit pendeln muss, könnte man sich durchaus damit anfreunden. Statt angespannt durch die Rushhour zu manövrieren, lieber noch ein bisschen dösen oder die Tageszeitung durchblättern. Das Auto bringt einen schon in den Job. Verlockende Perspektive. Vorausgesetzt, man kann das Autonome am Wochenende abschalten und vielleicht ein wenig „Nordschleifen“. Da kommt dann auch wieder Freude auf.

Autor: Rainer Swindt

Runde um Runde ans physikalische Limit
„In Sonoma haben wir den Audi RS 7 piloted driving concept Runde um Runde ans physikalische Limit gebracht, und dies in gleichbleibender Präzision“, sagt Thomas Müller, bei Audi verantwortlich für die Entwicklung von Brems-, Lenk- und Fahrerassistenzsystemen. „Das Auto erzielte Rundenzeiten, die besser waren als die von Sportfahrern.“ Der RS 7 benötigte für den 4.050 Meter langen Kurs nur 2:01,01 Minuten.

Seit geraumer Zeit testet Audi das pilotierte Fahren unter zunehmend anspruchs-vollen Bedingungen. Im Oktober 2014 absolvierte ein RS 7 mit dem Spitznamen „Bobby“ bereits eine fahrerlose Runde auf dem Hockenheimring mit bis zu 240 km/h. Die neue Generation des Autos trägt den Namen „Robby“, ist mit 412 kW (560 PS) unterwegs und ist im Vergleich zum Vorgänger um rund 400 Kilogramm leichter geworden. Ob beim Bremsen, Lenken oder Beschleunigen: Das pilotiert fahrende Auto steuert alle Fahrfunktionen komplett automatisiert und hochpräzise.

Mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort: Pilotiertes Fahren soll in der nächsten Generation das Audi A8 erstmals in Serie gehen. (Werksfoto)

Mehr Sicherheit, Effizienz und Komfort: Pilotiertes Fahren soll in der nächsten Generation das Audi A8 erstmals in Serie gehen. (Werksfoto)

Tests auch im realen Straßenverkehr
Audi testet das pilotierte Fahren auch in der anspruchsvollen Situation des realen Straßenverkehrs. Anfang 2015 fuhr „Jack“, ein Audi A7 piloted driving concept, mit vielen seriennahen Lösungen vom Silicon Valley nach Las Vegas zur Consumer Electronics Show (CES). Kurz darauf fuhr dieses Auto auch auf deutschen Autobahnen selbständig mit bis zu 130 km/h. Auch bei der CES Asia im Mai 2015 erlebten Journalisten das pilotierte Fahren – im Verkehr der Megacity Shanghai. Die Entwicklungsarbeit auf den unterschiedlichsten Testfeldern bringt wertvolle Erkenntnisse für die Seriensysteme – von der Sensortechnik über die Datenverarbeitung bis hin zur Fahrzeugsteuerung und -stabilisierung.

Die Technologien zum pilotierten Fahren stehen für Sicherheit, Zeitgewinn, Effizienz und Komfort. Insbesondere wenn der Fahrer über- oder unterfordert ist, können die Systeme einen wertvollen Sicherheitsbeitrag leisten. Darüber hinaus ermöglichen sie dem Fahrer, seine Zeit im Auto freier zu gestalten. Die vorausschauende Technik erlaubt ein noch effizienteres Fahren, reduziert Stress und steigert den Komfort, wenn sie die Fahraufgabe zeitweise übernimmt. Pilotiertes Fahren kommt mit der nächsten Generation der Oberklasselimousine Audi A8 erstmals in Serie. Die Systeme können beim Einparken oder im Stop-and-Go-Verkehr auf Autobahnen bis 60 km/h übernehmen.*

*Text oder Textteile aus offizieller Pressemitteilung

 

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