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Trend: Cockpit wichtiger als Auto

Mercedes A-Klasse 2018: Das neue Widescreen-Cockpit. Zulieferer und Hersteller von Displays haben ihre Freude an dem neuen Trend. (Werksfoto)

Bildschirme, Displays, Monitore und Screens; wir haben uns schon so an sie gewöhnt. Ja wir lieben sie, bedienen sie … vergöttern sie? Na, vielleicht einige von uns. Je jünger, je normaler der Umgang mit den Mattscheiben, die längst nicht mehr matt sind, sondern hochauflösend und meist auch edel glänzend. Klein im Smartphone, größer im Tablet und noch größer bei Laptop, PC und TV. Und neuerdings ersetzen digitale Cockpits (also brillante Farb-Displays) im Armaturenbrett die herkömmlichen Instrumente. So weit, so gut. Doch wie sehr Bildschirme und Displays zukünftig unsere Wahrnehmung eines Automobils verändern, das offenbart schon jetzt so mancher Kommunikations-Fahrplan:

  • Dezember 2017: erste Fotos der künftigen Mercedes A-Klasse erscheinen frisch geleakt im Netz. Fast zeitgleich gibt es offizielle Bilder des digitalen Widescreen-Cockpits – sprich Daimler zeigt zuerst das neue Cockpit, das neue Außendesign wird erst Anfang 2018 enthüllt.
  • Januar 2018, ähnliche Strategie auch bei der neuen G-Klasse: Fotos des neuen Modells noch getarnt bei Abnahmefahrten gibt es ebenso viele wie begeisterte Mit-Fahrberichte. Bilder des beim G optionalen Digital-Cockpits stehen schon ungetarnt und offiziell zur Verfügung.
  • Okay – der Bildschirm ist wichtiger als der Gehäuserahmen, beim Home-TV gilt das schon lange – bei Automobilen wirkt die neue Kommunikations-Strategie noch ungewohnt.

Die Digitalisierung verändert unsere Wahrnehmung. Dazu muss man sich längst nicht alle Neuheiten der CES anschauen. Es reicht ein Blick auf MBUX, Widescreen-Cockpit und intelligente Sprachsteuerung bei Mercedes.

Das optionale Digital-Cockpit in der neuen G-Klasse. Vermutlich sind Displays günstiger als herkömmliche Instrumente. (Werksfoto)

Die Überflutung mit Reizen kommt nicht mehr durch die Frontscheibe, sie ist schon im Auto angekommen. Und wenn uns die Bildschirme zu sehr von unserer eigentlichen Fahr-Aufgabe ablenken … naja, der Notbrems-Assi wird´s schon richten. Oder eben demnächst das komplett autonome Fahren. Es soll ja bereits eine Hochrechnung der Getränke-Industrie geben, die besagt, dass der Verbrauch von alkoholischen Getränken bei komplett autonomem Individualverkehr um 30 Prozent ansteigt, Prosit. Vielleicht gibt es auch schon eine Studie von Netflix und Co., wieviel mehr Serien dann interessierte Zuschauen finden.

Autor: H.H.

 

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