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… mit dem Nebelgott in der Eifel

Die Big Banger sind zwar die großen Hingucker, aber gewonnen hat die VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in diesem Jahr die Besatzung eines kleinen Renault Clio. © Helmut Hergarten

Im Ahrtal um Adenau herrscht ein irgendwie mystisches Licht an diesem letzten Oktobersamstag. Und wenn man dann gegen 10:00 Uhr die Auffahrt über die Nebenstrecke zum 40. DMV Münsterlandpokal erklommen hat, wird gleich wieder klar, wer hier der Chef ist.

Und er sorgt direkt dafür, dass der letzte Lauf – das Finale der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring in diesem Jahr – um zwei Stunden nach hinten verschoben werden muss. In der Hoffnung, dass er sich dann langsam mal wieder verflüchtigt hat.

Zeit, um noch vor dem Start zu Mittag zu essen. Und Zeit, ganz kurz die VLN vorzustellen: Hier fahren 10 mal im Jahr eigentlich jene Autos ein 4-Stunden-Langstreckenrennen, die sich auch zum 24-Std-Rennen treffen. Eigentlich. Aber es wirkt auf jeden Fall so. Große Rennställe wie Porsche Manthey, Audi-Team Phoenix, die Mannschaft von Black Falkon und die exotische Scuderia Glickenhaus geben sich hier ein Stelldichein. Ergänzt um die Fahrzeuge des Renault Clio Cup oder den Cups von Porsche, Toyota und BMW – plus einige andere Fahrzeuge bis hin zum Fuchsschwanz tragenden Opel Manta von Kissling Motorsport.

Immer ein Hingucker: Der Opel Manta 16V mit seinem Fuchsschwanz. „Seit dem Debüt am 23. April 1994 kommt die gleiche Karosse zum Einsatz“, erklärte der Pilot und Besitzer von Kissling Motorsport. © Helmut Hergarten

Immer ein Hingucker: Der Opel Manta 16V mit seinem Fuchsschwanz. „Seit dem Debüt am 23. April 1994 kommt die gleiche Karosse zum Einsatz“, erklärte der Pilot und Besitzer von Kissling Motorsport.  © Helmut Hergarten

Gegen 13:45 Uhr hatte sich der Nebel einigermaßen verzogen, so dass der Veranstalter die drei Fahrzeuggruppen zu einem auf drei Stunden verkürzten Lauf über die Kurzanbindung der GP-Strecke und der Nordschleife starten ließ. Auch wenn es noch zwei Streckenabschnitte gab, die nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit befahren werden konnte. Aber das ist man am Ring ja seit den Tempo-200-Zonen gewohnt.

Gleich in der ersten Kurve gab es ein Gerangel zwischen Porsche #87 und #101, wobei der gerempelte Teamchef sich anschließend sehr lautstark über die Lausprecheranlage mit “Sauerei, haben alle gesehen, war Absicht” echauffierte. Auch das Wort “Revange” fiel in seinem Ich-bin-jetzt-total-sauer-Redefluss. Tzzz.

Naja, und kurz vor 17 Uhr wurde der Lauf dann mit roten Flaggen und Porsche #56 von Black Falcon als Sieger abgewunken, weil wer zurückkam? Richtig: Der Nebelgott. Der wollte wohl einfach die finale Siegerehrung nicht verpassen.

Der Fotograf Helmut Hergarten zeigt Bilder aus der Boxengasse und dem Rennen. Sie finden die Fotos auf der Seite der Fotoagentur www.hellopress.de

 

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