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Let’s see what happens this time!

Jetzt wäre eine Zeitmaschine angebracht. Dann hätte der Pilot verhindern können, dass sein wunderschöner Lola mit der #99 in 21 Minuten und 21 Sekunden nicht mehr so toll aussah. © Helmut Hergarten

In Spa Francorchamps standen im Rahmen der Spa Six Hours im September die Rennläufe der FIA Masters Sports Cars auf dem Programm. 56 wunderschöne Fahrzeuge traten in ihren Klassen gegeneinander an. Chevron, Elva, Lola, McLaren, Porsche, Cooper, Ferrari, Ford etc. standen auf der Nennliste. Welch ein Feld. Unter anderem ist Gibson Motorsport aus Großbritannien für mehrere Rennen gemeldet. Die Brüder Daniel und Paul starten bei den FIA Masters Sports Cars mit den Startnummern #48 und #99 frohgelaunt in ihren roten LOLA.

Doch manchmal passiert etwas, was so nie eingeplant ist. Diesmal erwischte es die #99 mit Paul Gibson am Steuer. In der superschnellen Bergab-Passage ausgangs „Pouhan“ verlor er ohne jeden ersichtlichen Grund die Kontrolle über seinen wunderschönen LOLA T70 MK3B, Baujahr 1998 mit dem potenten 5-Liter-Motor. Sometimes it happens …

In diesem schnellen Linksknick kam er ganz leicht über die Curbs hinaus auf den grünen Streifen, der Fahrbahn und Auslaufzone trennt. Und wie von der Tarantel gestochen, stellte sich der LOLA quer, raste auf die gegenüberliegende Betonmauer zu, trudelte dann um 180 Grad, um nicht nur seine Front gehörig zu crashen, sondern auch das Heck gegen die Leitplanke zu setzen. Diese hatte dann nichts anderes zu tun, als den LOLA auf das gegenüberliegende Gras zu schleudern.

Da stand er nun, traurig in strahlendem Sonnenschein. Hinten lädiert, die Vorderachse gehörig schief, geknautscht und ohne Motorhaube. Die war weggeflogen. Aber alle hatten Glück im Unglück. Die nächsten Boliden passierten die Unfallstelle erst, als der LOLA schon zum Stehen gekommen war. So konnte der Pilot ziemlich unglücklich – doch unverletzt – aussteigen und die Streckenposten plus Abschleppdienst taten ihre Arbeit.

Nun ja … Gibson Motorsport ist eine professionelle Firma, die einen solchen Schaden wahrscheinlich mit britischem Humor nimmt. Auf jeden Fall war das Auto Anfang Oktober später schon wieder in Dijon im Einsatz.

Auf der Facebook-Seite von Gibson Motorsport gibt es übrigens den Eintrag vom Samstag: “We race at Spa, race day today. Lets see what happens this time!“

Und für Sonntag, na da sag ich doch nur: „I say, Ding Dong!“

Beim nächsten Rennen in Frankreich lief #99 schon wieder. Aber es war weit mehr zu reparieren, als nur das bißchen Kunststoff am Heck. © Helmut Hergarten

Beim nächsten Rennen in Frankreich lief #99 schon wieder. Aber es war weit mehr zu reparieren, als nur das bisschen Kunststoff am Heck. © Helmut Hergarten

Der Fotograf Helmut Hergarten zeigt den Ausrutscher mit seinen heftigen Folgen. Sie finden die Fotos auf der Seite der Fotoagentur www.hellopress.de …

 

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