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AMG bringt Mittelklasse-SUV mit V8-Kraftwerk an den Start

Mercedes-AMG GLC 63 4MATIC+: Das neue Topmodell der GLC-Baureihe gibt's wahlweise sowohl als S-Version als auch in einer Coupé-Variante. (Werksfoto)

Bereits 1999 hat Mercedes-AMG mit dem ML 55 einen Meilenstein gesetzt. Denn die Kombination aus Hochleistungsmotor im Kleid eines SUV hat ein gänzlich neues Marktsegment eröffnet. Nun besitzt die Performance- und Sportwagenmarke wieder eine Ausnahmeposition im Wettbewerb, wenn sie ihren neuen Mid-Size Performance-SUV vorstellt, den Mercedes-AMG GLC 63 4MATIC+ SUV und Coupé.

  • Neu: Nur AMG baut Mittelklasse-SUVs mit V8-Motoren.
  • Stark verändertes Außendesign soll Power-SUVs auffällig machen – Fachmedien sprechen von Aggro-Design.
  • Falls Audi und BMW mit 500 PS in der SUV-Mittelklasse nachziehen, dann mit sparsameren Sechszylindern.
  • Auch der Alfa Stelvio realisiert seine 510 PS aus einem Sechszylinder-Triebwerk.

Erstmals ist ein Mid-Size SUV nun auch mit dem leistungsstarken Achtzylinder-Biturbo in zwei Leistungs­stufen zu haben. Basis dafür bilden der AMG 4,0-Liter-V8-Motor mit 350 kW (476 PS) oder 375 kW (510 PS) bei den GLC 63 S und GLC 63 S Coupé Varianten. Die Beschleunigung von 0-100 km/h in nur 3,8 Sekunden belegen ebenfalls eindrucksvoll: Die neuen SUV übernehmen eine Sonderstellung in ihrem Marktsegment. Zudem verfügen die Performance-SUV über das Luftfeder-Fahrwerk mit adaptiver Verstelldämpfung, den AMG Performance Allradantrieb 4MATIC+ mit vollvariabler Momentenverteilung, ein Hinterachs-Sperrdifferenzial sowie eine Hochleistungs-Bremsanlage.

Standpunkt: An den ML 55 von 1999 kann ich mich noch gut erinnern. Da ging’s mit rund 350 PS und viel Schwung zuerst zum Genfer Salon und anschließend zum Skifahren. Der Auftritt des V8 war selbstbewusst, aber nicht protzig, geschweige denn aggressiv. Auf deutschen Autobahnen musste leider oft bereits nach 250 bis 300 Kilometern ein Tankstopp eingelegt werden.

Der aufgeladene 4,0-Liter-V8 im AMG-GLC wird sich bestimmt sparsamer geben. Und die Neunstufen-Automatik hilft ebenfalls den Verbrauch im Zaum zu halten. Geschmacksache bleibt dagegen das gewollt aggressive Design: neuer, riesiger Panamericana-Grill, übergroße Lufteinlässe und ein Heckabschluss mit vier Endrohren und Diffusor müssen doch nicht sein. Welche Kunden verlangen sowas? Vielleicht finden sich für stilbewusste AMG-Fahrer demnächst Veredler, die eine optische Abrüstung anbieten. Ein Rückbau zur dezenten Optik gegen saftigen Aufpreis. Das Ergebniss wäre dann ein echter „Sleeper“ – im Stand ist von den vielen PS fast nichts zu sehen (ebenso wenig vom Geltungsdrang des Fahrers), doch in Action bei Vollgas geht’s ab wie auf einem Katapult. Übrigens: Für die Serienversion des AMG-GLC erwarten Medien einen Grundpreis von über 90.000.- Euro.

Autor: Thomas Wüsten

Aggressiv: Frontschürze mit großen Lufteinlässen und Panamericana-Grill, Radlaufverbreiterungen und Seitenschwellerverkleidungen. (Werksfoto)

Als optisches Kennzeichen ihrer Verbindung zu den Mercedes-AMG Sportwagen tragen die neuen Modelle den AMG Panamericana-Grill, der bislang der AMG GT Familie vorbehalten war. Darüber hinaus bieten die neuen Modelle alle Vorteile eines Mercedes SUV: viel Platz für Passagiere und Gepäck, umfangreiche Sicherheits­ausstattungen sowie souveräne Traktion auch auf feuchtem Untergrund oder winterlichen Straßenbedingungen. In ihrem Wettbewerbsumfeld nehmen der neue Mercedes-AMG GLC 63 4MATIC+ und das neue Mercedes-AMG GLC 63 4MATIC+ Coupé in jeder Hinsicht Ausnahmepositionen ein. Sie sind als einzige Angebote im Segment mit einem Achtzylinder-Biturbomotor ausgestattet. Mercedes-AMG entspricht damit den Kundenwünschen, die auch bei einem Mid-Size Performance-SUV nach einer Kombination aus souveräner Leistungsentfaltung und hochemotionalem, unverwechselbaren Motorsound verlangen.

Einziges Angebot im Segment mit V8-Biturbomotor
SUV und Coupé sind als Basis- sowie S-Variante erhältlich: der bewährte AMG 4,0-Liter-V8-Biturbomotor leistet 350 kW (476 PS) oder 375 kW (510 PS), das maximale Drehmoment beträgt 650 oder 700 Nm. Die Beschleunigung von null auf 100 km/h absolviert der GLC 63 S 4MATIC+ in nur 3,8 Sekunden, der GLC 63 4MATIC+ in 4,0 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 250 km/h (elektronisch begrenzt). Der 4,0-Liter-Achtzylinder mit Biturboaufladung kommt bereits bei zahlreichen AMG Performance Fahrzeugen zum Einsatz.

AMG SPEEDSHIFT MCT und AMG Performance 4MATIC+
Im neuen GLC 63 4MATIC+ und GLC 63 S 4MATIC+ kommt das AMG SPEEDSHIFT MCT 9-Gang-Getriebe zum Einsatz, das im Mercedes-AMG E 63 4MATIC+ sein Debüt feierte. Schnelle Mehrfachrückschaltungen und die Zwischengasfunktion machen das Schalterlebnis sehr emotional. Eine nasse Anfahrkupplung ersetzt den Drehmomentwandler. Sie spart Gewicht und optimiert das Ansprechverhalten auf die Gaspedalbefehle des Fahrers, insbesondere beim Spurt und bei Lastwechseln. Nach der E-Klasse von Mercedes-AMG erhält nun auch der GLC den Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+. Das intelligente System verbindet die Vorteile verschiedener Antriebskonzepte miteinander: Die vollvariable Momentenverteilung auf Vorder- und Hinterachse gewährleistet nicht nur optimale Traktion am physikalischen Limit. Der Fahrer kann sich auch auf hohe Fahrstabilität und Fahrsicherheit unter allen Bedingungen verlassen. Eine elektromechanisch geregelte Kupplung verbindet die ständig angetriebene Hinterachse vollvariabel mit der Vorderachse. Die bestmögliche Drehmomentverteilung wird – je nach Fahrsituation und Fahrerwunsch – laufend berechnet. Die Überblendung erfolgt kontinuierlich und auf Basis einer ausgeklügelten Matrix. Neben Traktion und Querdynamik verbessert der Allradantrieb auch die Längsdynamik für eine noch kraftvollere Beschleunigung.

Kraftvoll zubeißen: Verbundbremsanlage mit 390 mm großen gelochten und innenbelüfteten Bremsscheiben vorn und hinten. (Werksfoto)

Spezifisches Fahrwerk für höchste Quer- und Längsdynamik
Die hohe Agilität, die hochdynamische Querbeschleunigung und der maximale Grip der neuen Modelle sind auch Verdienst des neu konstruierten AMG Fahrwerks mit volltragender Mehrkammer-Luftfederung. Es sorgt für ein besonders hohes Maß an Sturzsteifigkeit, Fahrdynamik und Lenkpräzision. An der Vorderachse kommt eine Vierlenker-Konstruktion mit speziellen Achsschenkeln, optimierter Elastokinematik und radialer Bremsanbindung zum Einsatz. Das Konzept der Hinterachse wurde vom E 63 4MATIC+ übernommen und speziell auf die Anforderungen des GLC abgestimmt. Das eigenständige Raumlenker-Konzept überzeugt mit hochpräziser Radführung und mehr Steifigkeit. Das neue Dreikammer-Luftfederungssystem kombiniert durch ein sportliches Feder-Dämpfer-Setup und eine kontinuierliche Verstelldämpfung eine beispielhafte Fahrdynamik mit hohem Abrollkomfort. Die Steifigkeit der Luftfeder lässt sich durch das Zu- oder Abschalten einzelner Luftkammern in einem weiten Bereich skalieren, was Komfortverhalten und Fahreigenschaften spürbar verbessert.

Hinterachs-Sperrdifferenzial: optimale Traktion unter allen Bedingungen
Zur Verbesserung von Traktion und Fahrdynamik besitzt der GLC 63 4MATIC+ ein mechanisches Hinterachs-Sperrdifferenzial, der GLC 63 S 4MATIC+ ein elektronisches Hinterachs-Sperrdifferenzial. Beide reduzieren den Schlupf am kurveninneren Rad ohne Regeleingriff der Bremse. Die Folge: Der Fahrer kann dank der besseren Traktion aus Kurven früher herausbeschleunigen. Bei Bremsmanövern aus hohem Tempo bleibt das Fahrzeug stabiler, zudem verbessert das Sperrdifferenzial die Traktion auch aus dem Stand. Insgesamt wurde die Hinterachse speziell auf die höhere Fahrdynamik der neuen Performance-SUVs abgestimmt.

Vier modifizierte Auspuffendrohre und ein breiter Diffusor zieren das Heck des 1,9 Tonnen schweren Power-SUV mit 4,0-Liter-Biturbo V8. (Werksfoto)

Expressive Front, muskulöses Heck
Beim Exterieur-Design fällt die expressive Frontpartie auf: Als erstes Mercedes-AMG Performance-Fahrzeug trägt der neue GLC 63 4MATIC+ den Panamericana-Grill, der bislang der AMG GT Sportwagenfamilie vorbehalten war. Eindrucksvoll verkörpert die breite Frontschürze im Jet-Wing Design und dem großen Frontsplitter die Kraft der neuen Modelle. Breitere Radlaufcladdings vorn und hinten betonen den kraftvollen Auftritt. Die neuen Seitenschwellerverkleidungen senken SUV und Coupé optisch ab und strecken die Gesamtlinie. Bei der S-Variante setzen Einleger in Iridiumsilber matt markante Differenzierungsmerkmale. Das muskulöse Heck wird von der breiten Heckschürze und dem Diffusor in schwarz genarbt dominiert. Erstmals erhält das SUV eine Abrisskante auf dem Dach, die Abrisskante beim Coupé ist vom GLC 43 4MATIC bekannt. Zwei hochglanzverchromte, eckige Doppelendrohrblenden bilden den Abschluss der Abgasanlage.*

 

*  Text oder Textteile aus offizieller Pressemitteilung

 

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